Ich bin Kerstin.

Und vielleicht war ich schon immer ein bisschen zwischen den Welten zuhause.

Zwischen dem, was sich erklären lässt, und dem, was wir nur spüren können. Zwischen meinem ganz normalen Leben und jener anderen Welt, die sich manchmal in einem Wald, im Klang einer Trommel, im Duft einer Pflanze oder in einem stillen Moment öffnet.

Als Kind war diese Verbindung ganz selbstverständlich. Ich bin in die Natur verschwunden, habe im Garten meiner Großmutter die Krähen beobachtet und gefüttert und schon damals geahnt, dass die Welt größer ist, als das, was wir mit unseren Augen sehen können.

Irgendwann wurde das Leben lauter.

Ich wurde Bankerin, Führungskraft, Ehefrau, Tochter, Funktionierende. Ich habe gelernt, Verantwortung zu tragen, Probleme zu lösen, weiterzumachen. Ich kenne die Welt des „Das schaffe ich schon“ ziemlich gut.

Und ich kenne auch den Preis dafür.

Lange habe ich geglaubt, ich müsste nur noch stärker, schneller oder disziplinierter werden. Bis mein Körper irgendwann nicht mehr mitspielte und mich auf eine andere Spur setzte.

Eine Spur, die nicht nach außen führte, sondern nach innen.

Der Weg zurück

Meine eigene Reise hat mich durch Yoga, Körperarbeit, Meditation, Pflanzen, Rituale und die feinen Ebenen unseres Seins geführt. Sie hat mich gelehrt, meinem Körper wieder zuzuhören und meiner Intuition mehr zu vertrauen als den vielen Stimmen, die mir sagen wollten, wie ich zu sein habe.

Dabei habe ich auch meine eigene Geschichte immer wieder neu betrachtet. Meine Familie. Die Frauen vor mir. Die Muster, die weitergegeben wurden, oft ohne dass jemand sie bewusst gewählt hätte.

Ich bin die erstgeborene Tochter in der fünften Generation meiner Familie.

Fünf Frauen, die sich tatsächlich noch zu Lebzeiten begegnet sind. Meine Ur-Ur-Großmutter hat mich 1976 sieben Monate lang kennenlernen dürfen. Dieser Gedanke berührt mich bis heute.

Erst viel später habe ich verstanden, wie viel Geschichte in dieser Verbindung liegt.

Frauen, die stark sein mussten. Frauen, die getragen haben, was getragen werden musste. Frauen, die weitergingen, weil es keine
andere Möglichkeit gab.

Ich möchte ihre Geschichte nicht als Last betrachten. Ich möchte auch nicht behaupten, ihre Leben hätten mich zu dem gemacht, was ich bin.

Aber ich spüre eine Verbindung.

Und vielleicht liegt genau darin etwas Kostbares: nicht alles wiederholen zu müssen, was vor uns gelebt wurde.

Steckbrief

Zwischen den Welten

Heute verbinde ich all diese Seiten miteinander.

Die Bankerin und die Yogalehrerin. Die Frau, die mit Zahlen gearbeitet hat, und die, die mit Pflanzen, Klang und Ritualen lauscht. Das Wissen des Körpers und die Sprache der Intuition. Erde und Himmel.

Ich glaube nicht, dass wir uns für eine dieser Welten entscheiden müssen. Vielleicht geht es vielmehr darum, unseren eigenen Weg zwischen
ihnen zu finden.

Darum geht es auch in meiner Arbeit.

Ich öffne Räume, in denen Frauen langsamer werden dürfen. In denen der Körper wieder gehört werden kann. In denen Schoß, Herz und Geist ihren eigenen Ausdruck finden dürfen. In denen wir nicht noch jemand anderes werden müssen, sondern uns an das erinnern, was bereits in uns lebt.

Manchmal geschieht das im Yin Yoga.

Manchmal in einem Weiberkreis, begleitet vom Kakao oder dem Blauen Lotus.

Manchmal im Klang einer Schale, in der Berührung oder in der Stille von Heimkehr.

Und manchmal einfach dort, wo eine Frau zum ersten Mal seit langer Zeit wieder wirklich spürt, was in ihr geschieht.

Ich halte den Raum.

Was du daraus machst, gehört dir.

Was mich heute bewegt

Mich interessiert nicht die perfekte Version von dir.

Mich interessiert die Frau, die darunter lebt.

Die mit ihren Widersprüchen. Mit ihrer Geschichte. Mit ihrer Kraft und ihrer Müdigkeit. Mit dem, was sie längst weiß, und dem, was sie noch nicht in Worte fassen kann.

Ich glaube daran, dass unser Körper Geschichten kennt, die unser Verstand längst vergessen hat.

Dass manche Antworten nicht lauter werden, wenn wir länger nach ihnen suchen, sondern leiser.

Und dass ein Leben, das wirklich unseres ist, nicht unbedingt das lauteste, erfolgreichste oder spektakulärste sein muss.

Vielleicht ist es einfach das, bei dem wir irgendwann merken:

Ich bin wieder bei mir.

Und sonst?

Wenn ich nicht gerade Frauen begleite, findest du mich wahrscheinlich irgendwo draußen.

Am liebsten im Wald, am Wasser oder in meinem Garten. Mit einer Trommel in der Hand. Zwischen Pflanzen, Kräutern und Büchern. Oder mit dem Blick in die Ferne gerichtet und den Füßen irgendwo zwischen Erde und Himmel.

Und wenn ich wirklich auftanken möchte, zieht es mich nach La Gomera. Dort, am Atlantik, wird die Welt für mich weit.

Vielleicht ist das überhaupt das, was mich immer wieder hierher zurückführt:

Die Sehnsucht nach Weite. Nach Stille. Nach einem Leben, in dem nicht alles erklärt werden muss.

Einem Leben zwischen den Welten.

Wenn dich etwas aus meiner Welt ruft, findest du hier die Räume, die ich geöffnet habe.